Frau im Stress Maskottchen

LIEBLINGSFILME AUS DEN FÜNFZIGER/ SECHZIGER JAHREN

Wer kann das schon so genau unterscheiden-bei vielen muß man wirklich erstmal recherchieren, um sich nicht im Jahrzeht zu irren.

Frühstück bei Tiffany’s, 1961
Regie: Blake Edwards
mit Audrey Hepburn

Dazu muß man wohl nichts mehr sagen. Ratet mal, wer hier immer heulen muß.

Der rosarose Panther, 1964
Regie: Blake Edwards
mit Peter Sellers

Pinker Slapstick-Klassiker

Außer Atem, 1959
Regie: Jean-Luc Godard
mit Jean Seberg und Jean Paul Belmondo

Diese Franzosen! Unübertroffen künstlich-künstlerisch kommen sie daher-schon wieder fast lustig, weil super-posig. Aber die Szene im Bett ist nett.

Jules und Jim, 1961
Regie: Francois Truffaut
Mit Jeanne Moreau

Diese Franzosen! Können tragische Romantik so locker flockig daher bringen! Also echt! Und Jeanne singt zickig-sympathisch "Le Tourbillion" zur Gitarre.

Masculin, feminin, 1966
Regie: Jean-Luc Godard
Mit Jean-Pierre Léaud

Neben dem tollen Jean-Pierre Léaud, der auch den Antoine Doinel in der Trilogie von François Truffaut spielte ("Sie küßten und sie schlugen ihn", "Geraubte Küsse" und "Tisch und Bett"), spielt die weibliche Hauptrolle Chantal Goya, eine der Sängerinnen, die damals die 'Yé-yé-girls' hießen. Von ihr ist darum auch der schöne Soundtrack. Sonst wird hauptsächlich geredet (über halbgare politische Ansichten) und geraucht. Sehr französisch und sehr Sixties halt.

Das Fenster zum Hof, 1954
Regie: Alfred Hitchcock
mit James Stewart und Grace Kelly

Unser Lieblings-Hitchcock-Film spielt nur in einem Zimmer-und ist supergruselig. Kennen sicher alle-darf aber in dieser Liste auf keinen Fall fehlen.

Charade, 1963
Regie: Stanley Donen
Mit Cary Grant und Audrey Hepburn

Superspannend und trotzdem witzig-das konnte nicht nur Hitchcock. Und überhaupt Cary Grant-der wurde erst mit über Fünfzig wirklich sexy! Legenäre Orangentanz-Szene übrigens!

Manche mögen’s heiß 1959
Regie: Billy Wilder
Mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon

Da trau ich mich nichts schreiben vor Ehrfurcht. Billy Wilder ist der Regiegott, basta.

La dolce vita, 1960
Regie: Federico Fellini
Mit Marcello Mastroianni

Neben den rosa Zuckerwatte-Doris-Day-Komödien der Fünfziger Jahre gab es auch eine Richtung, die sehr dramatisch und auch moralisch war, wie z.B. die Filme mit James Dean. Ich persönlich kann damit nicht soviel anfangen, aber diesen Film hier mochte ich immer- Drama, gekreuzt mit Nouvelle Vague. Und für diese Behauptung würde ein sogenannter Cineast einen jetzt wohl köpfen.

'La dolce Vita' ist eigentlich gesellschaftskritisch, aber dann doch wieder so saucool! Gegen Schlu0 löst sich die Handlung immer mehr auf, und eine gefühlte Stunde lang spielt sie nur auf zwei dekadenten Parties (eine übrigens mit der Velvet-Underground-Sängerin Nico) Und niemand gibt den selbstmitleidigen Dandy so gut wie Marcello-das ist mal klar.

Die oberen Zehntausend, 1956
Regie: Charles Walters
Mit Grace Kelly, Bing Crosby, Frank Sinatra

Man versteht zwar irgendwie nicht mehr, wer um alles in der Welt Bing Crosby sexy finden soll, aber es wird schön gesungen, zum Beispiel von Frankieboy und Louis Armstrong, und auch getanzt. Und alles ist so nett und lustig, wie man sich die Fifites eben vorstellt.

Vertigo-aus dem Reich der Toten, 1958
Regie: Alfred Hitchcock
mit James Stewart und Kim Novak

Von allen Hitchcock-Filmen der atmosphärischste und gespenstischste…mit wunderschönen Bildern von San Francisco. Es gibt ja schließlich nicht nur New York als Schauplatz.

Bettgeflüster/Ein Pyjama für zwei/Schick mir keine Blumen, 1959
Regie: Michael Gordon
Mit Doris Day und Rock Hudson

Doris Day ist ja die ultimative Biederfrau der Fünfziger Jahre (mal abgesehen von den unzähligen biederen deutschen Schauspielern aus dieser Zeit), aber diese Komödientrilogie ist so untergründig frivol-da passt sie perfekt dazu mit ihren rosa Rüschennachthemdchen.

Die Party, 1968
Regie: Blake Edwards
mit Peter Sellers

Ein liebenswerter, aber tollpatschiger Inder auf einer Hollywood-Schicki-Party? Das kann nur schiefgehen. Aber dann geht es doch gut. Dank Claudine Longet, ihrem hingehauchten Bossa Nova, Seifenblasen und einem Elefanten. So muß eine Party sein! Ach ja, die Sixties.

Ein seltsames Paar, 1968
Regie: Gene Saks
mit Jack Lemmon und Walter Matthau

Wieder so eine New-York-Komödie: Jack Lemmon und Walter Matthau als neurotische Männer-WG sind unbezahlbar. Oder eigentlich doch, denn soviel kostet eine DVD ja auch wieder nicht. Haha.

Der Glückspilz, 1966
Regie: Billy Wilder
mit Jack Lemmon und Walter Matthau

Auch als verunglückter Kameramann und sein Schwager, der dubiose Anwalt funktionieren die beiden prächtig. Voller schwarzem Humor und trotzdem als 'Bonus' am Schluß sogar sehr rührend, wie wir finden. Kennt bestimmt jeder, aber manchmal vergißt man die besten Sachen und muß sie erst wiederfinden! Stimmt doch, oder?

Das Apartment, 1960
Regie: Billy Wilder
mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine

Zum X-ten Mal: New York. Und Billy Wilder. Einer der drei Lieblingsfime von Papst Benedikt! Nee…von uns.

Barfuß im Park, 1967
Regie:Gene Saks
mit Jane Fonda und Robert Redford

Nicht so bekannt ist diese nette Komödie um ein junges Ehepaar (in New York, wo sonst?) und ihre komischen Eheanlaufschwierigkeiten, die sich um so existenzielle Sachen wie 'Knitschi' und 'Uzu' drehen, und darum, ob Robert Redford nun spießig ist oder nicht. Ist er- aber trotzdem süß!

Zur Sache, Schätzchen, 1968
Regie: May Spils
mit Werner Enke und Uschi Glas

Legendäre Sixties-Schwabing-Komödie mit dem Maulhelden Werner Enke und der (wie Robert Redford) spießig-sexy Uschi Glas. Und mit gepfiffenem Titellied! Wer veröffentlicht bitte endlich mal eine Compilation mit gepfiffenen Film-songs? Na?

Sonst noch toll aus unserer lieben Heimat: Edgar Wallace-Filme! So gruselig und gleichzeitig skurril ist so leicht nix. Wir haben recherchiert, dass es eigentlich schon seit 1929 (!) deutsche Edgar Wallace-Verfilmungen gibt. Die Klassiker die wir aus unserer Kindheit vom Fernsehen kennen, entstanden aber zwischen Mitte der Fünfziger Jahre bis Mitte der Sechziger."Der Frosch mit der Maske", "Der Zinker", "Der Hexer" oder "Das indische Tuch"-ach, die werden wir immer wieder gern sehen! Am besten im Herbst, wenn der Nebel aus der Themse aufsteigt...huuuu.

Und zum Schluß noch ein Kinderfilm:

Der Krieg der Knöpfe, 1961
Regie: Michel Galabru

Diesen tollen Film werden hoffentlich noch viele Kinder anschauen dürfen. Hochdramatisch die beiden Jungsbanden, die sich im Wald zwischen zwei französischen Dörfer dramatische Schlachten liefern! Und am Schluß! Ach! Aber das verrate ich natürlich nicht. In unseren pädagogisch wertvollen Zeiten würde wohl keine Szene vorkommen, wo ein kleiner Junge beschwipst vom Calvados unanständige Lieder singt-nicht mal in Frankreich. "Wenn ich das gewußt hätte, wär ich nicht mitgekommen!"